Planungsverband legt Monitoring-Broschüren für den Ballungsraum und die Metropolregion vor
Der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main hat jetzt neues Zahlenmaterial zu seinem Verbandsgebiet und zur Metropolregion in Form von zwei Broschüren veröffentlicht. Im Regionalen Monitoring finden sich wieder viele Informationen beispielsweise zur Bevölkerungs-, Beschäftigungs- und Wohnungsbauentwicklung. Die derzeitige Datenlage lässt es noch nicht zu, die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf die Region näher zu beschreiben. Allerdings scheint die Region aufgrund der guten Voraussetzungen am Arbeitsmarkt für die Zukunft gewappnet, sagt Verbandsdirektor Stephan Wildhirt. Er merkt zudem an, dass die demografische Entwicklung ebenfalls im Auge behalten werden sollte: Erstmals konnten in den Jahren 2006 und 2008 in der Gesamtregion die leichten Sterbeüberschüsse nicht durch Wanderungsgewinne ausgeglichen werden, sodass die Gesamtbevölkerungszahl im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr leicht sank.
Hier einige weitere wichtige Ergebnisse der Broschüren zum Regionalen Monitoring: Auf das Gebiet des Planungsverbandes entfallen 2,2 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Während das Gebiet des Planungsverbandes mit seinen 75 Kommunen im Kern der Region rund 17 Prozent der Fläche der Metropolregion (468 Kommunen) umfasst, wohnen hier fast 40 Prozent aller Einwohner der Region und es arbeitet hier rund die Hälfte der Beschäftigten. Im Gebiet des Planungsverbandes stieg die Einwohnerzahl gegenüber dem Jahr 2000 um 1,8 Prozent, während sie in der Region insgesamt etwas moderater um 1,2 Prozent zunahm. Ausschlaggebend hierfür ist der zunehmende Bevölkerungsrückgang in den peripher liegenden Kreisen wie beispielsweise dem Vogelsbergkreis, dem Odenwaldkreis und dem Kreis Limburg-Weilburg. Für das Verbandsgebiet konnte für den Zeitraum seit dem Jahr 2000 noch ein Geburtenüberschuss von 8.700 Personen ermittelt werden, während in der Gesamtregion rund 14.800 Personen mehr starben als geboren wurden. Insbesondere in Frankfurt, Offenbach, dem Main-Taunus-Kreis und dem Kreis Offenbach konnte ein positiver natürlicher Saldo verzeichnet werden. In der Region besteht eine ausgeprägte Internationalität: Hier leben Menschen aus insgesamt 187 Nationalitäten. Die größte Gruppe bilden die Türken, gefolgt von den Italienern, den Polen, den Kroaten und den Griechen. Der durchschnittliche Ausländeranteil für die Gesamtregion liegt bei 13 Prozent. In den einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten variiert der Anteil zwischen gut drei Prozent im Vogelsbergkreis und knapp 30 Prozent in der Stadt Offenbach. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 hat die Region rund 96.100 Arbeitplätze im produzierenden Bereich verloren, während im Dienstleistungsbereich rund 160.100 Arbeitsplätze neu hinzukamen. Insgesamt konnte eine leichte Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen verbucht werden. 2007 wurde ein Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 70.300 Euro pro Erwerbstätigen erwirtschaftet. Den Spitzenwert erreichte die Stadt Frankfurt mit knapp 84.400 Euro. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main wurden zuletzt rund 2,6 Millionen Wohnungen gezählt, darunter entfielen 1,1 Millionen auf das Gebiet des Planungsverbandes. Gegenüber dem Jahr 2000 wurde damit ein Zuwachs von rund fünf Prozent erzielt. Am dynamischsten entwickelte sich der Wohnungsbau im rheinland-pfälzischen Teil der Region und hier insbesondere in den Kreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen.
Die beiden Broschüren zum Regionalen Monitoring stehen als Downloads auf den Internetseiten des Planungsverbandes unter www.planungsverband.de zur Verfügung.
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